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<title>Puppe</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Puppe</span></h1>
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<p>Eine <b>Puppe</b> (von <a href="Latein" title="Latein">latein</a> <i>pupa</i>, „kleines Mädchen“) ist eine figürliche Nachbildung eines Menschen oder menschenähnlichen Wesens. Puppen gehören zu den ältesten und häufigsten <a href="Spielzeug" title="Spielzeug">Spielzeugen</a> (auch Gebrauchsgegenständen), sind aber auch als <a href="Sammeln" title="Sammeln">Sammelobjekt</a> und <a href="Souvenir" title="Souvenir">Souvenir</a> beliebt, vor allem Künstlerpuppen. In manchen Kulturen haben Puppen auch <a href="Magie" title="Magie">magische</a> und religiöse Bedeutung. Puppen sind seit der Frühzeit der Menschheit in allen Kulturen in den unterschiedlichsten Materialien und Formen anzutreffen. Heute variiert ihre Größe meist von wenigen Zentimetern (z.&nbsp;B. für <a href="Puppenhaus" class="mw-redirect" title="Puppenhaus">Puppenhäuser</a> und <a href="Puppenstube" title="Puppenstube">Puppenstuben</a>) bis zu Puppen in Lebensgröße (z.&nbsp;B. Säuglingspuppen), vgl. auch <a href="Marionette" title="Marionette">Marionette</a>.
</p><p>Figürliche Menschendarstellungen der <a href="Bildhauerei" title="Bildhauerei">Bildhauerei</a>, die zu künstlerischen, repräsentativen oder dekorativen Zwecken ohne Bezug zu Spiel oder Religion gefertigt wurden (etwa <a href="Statue" title="Statue">Statuen</a> oder <a href="B%C3%BCste" title="Büste">Büsten</a>), werden gemeinhin nicht zu den Puppen gezählt.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Historisches">Historisches</h2></div>
<p>Die Puppe gehört zu den frühesten Spielzeugen überhaupt, wobei das Spiel mit dem Gegenstand „Puppe“ selbst wahrscheinlich bedeutender ist als die qualitative Ausführung des Gegenstandes. Kinder nutzen jeden ähnlichen Gegenstand (Stöcke, Wurzeln, Steine …), um die Bemutterung nachzuahmen. Dieses Verhalten gehört zum menschlichen Verhaltensrepertoire. Selbst bei jungen weiblichen Schimpansen wurde dieses beobachtet.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So werden in Kindergräbern der <a href="Jungsteinzeit" title="Jungsteinzeit">Jungsteinzeit</a> gefundene Figuren aus Ton und anderen Materialien als Spielpuppen gedeutet.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Viele der frühesten Puppen waren wohl zunächst keine Spielobjekte. Sie dienten verschiedenen kultischen Zwecken (<a href="Kultobjekt" class="mw-redirect" title="Kultobjekt">Kultobjekt</a>) und hatten magische und religiöse Bedeutung.
</p><p>Frühe Puppen bestanden aus allem, was die Umwelt bot. Je nach klimatischen Bedingungen und Alter sind Puppen erhalten geblieben, die vor allem aus <a href="Tonminerale" title="Tonminerale">Ton</a>, <a href="Holz" title="Holz">Holz</a>, <a href="Kuhfladen" class="mw-redirect" title="Kuhfladen">Kuhfladen</a>, <a href="Pflanzenfaser" class="mw-redirect" title="Pflanzenfaser">Pflanzenfasern</a>, <a href="Gewebe_(Textil)" title="Gewebe (Textil)">Stoff</a> oder <a href="Bronze" title="Bronze">Bronze</a> bestanden. Im antiken <a href="China" title="China">China</a> wurden Puppen aus Stroh gefertigt und als <a href="Abgott" title="Abgott">Abgötter</a> oder <a href="Fetischismus_(Religion)" title="Fetischismus (Religion)">Fetische</a> verwendet. Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. wurden Puppen als Heilpuppen verwendet.
</p><p>Aus der Zeit vom späten <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> bis zur <a href="Neuzeit" title="Neuzeit">Neuzeit</a> sind Puppen aus weniger vergänglichen Materialien erhalten geblieben, so aus <a href="Terrakotta" title="Terrakotta">Terrakotta</a> und <a href="Alabaster" title="Alabaster">Alabaster</a> oder <a href="Wachs" title="Wachs">Wachs</a>.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Lauf der Zeit kamen immer mehr Ausstattungen hinzu: Puppenkleidchen, Hosen für männliche Puppen, Puppenhäuser und -stuben mit Einrichtung und im 20. Jahrhundert Puppenautos und -motorräder. Größere Puppen (etwa in Größe eines <a href="S%C3%A4ugling" title="Säugling">Babys</a>) werden oft in <a href="Puppenwagen" title="Puppenwagen">Puppenwagen</a> herumgefahren, bekocht, schlafen gelegt etc.
</p><p>Im 15. Jahrhundert gewann die gewerbliche Herstellung an Bedeutung. In <a href="N%C3%BCrnberg" title="Nürnberg">Nürnberg</a> tauchen die ersten Dockenmacher auf (<i>Docke</i> zunächst ein Synonym für Spielzeug, später für Puppe.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) Etwa zur selben Zeit oder wenig später breitete sich die Spielwaren- und Puppenproduktion nach <a href="Sonneberg" title="Sonneberg">Sonneberg</a> aus. 1815 ist im thüringischen <a href="Waltershausen" title="Waltershausen">Waltershausen</a> eine frühe Puppenproduktion nachgewiesen (in Sonneberg schon im 17. Jahrhundert). Insgesamt stellten allein in Waltershausen bis 2003 etwa 50 Produzenten Puppen, Puppenmöbel, Spielzeug, Zubehör und Verpackungen her. Darunter waren neben Kleinbetrieben so bedeutende Unternehmen wie die Puppenfabriken von Johann Daniel Kestner jun., Heinrich Handwerck, Max Handwerck, Kämmer &amp; Reinhardt, König &amp; Wernicke, Bruno Schmidt, Otto Gans, Seyfarth &amp; Reinhardt. Waltershausen exportierte in über 30 Länder der Erde, die Führungsrolle seiner Puppenindustrie war in Deutschland unumstritten.
</p><p>Neben den gewerblich hergestellten Puppen gab es auch immer Exemplare, die selbst angefertigt wurden, insbesondere für weniger wohlhabende Bevölkerungsteile waren gewerblich hergestellte Puppen nicht erschwinglich, so dass man selbst aus vorhandenen oder leicht beschaffbaren Materialien Puppen und entsprechendes Zubehör anfertigte. Insbesondere in Not- und Kriegszeiten musste man sich auf diese Weise behelfen.
</p>







<p>In Westeuropa dominierte im 19. Jahrhundert neben Sonneberg (z.&nbsp;B.: <a href="F._M._Schilling" title="F. M. Schilling">F. M. Schilling</a>) und Waltershausen die französische Puppenproduktion, die in Konkurrenz zu ihren deutschen Nachbarn stand. Neuerungen in der Puppenproduktion des 19. Jahrhunderts waren die Einführung von Drechselmaschinen, <a href="Pappmach%C3%A9" title="Pappmaché">Pappmaché</a>; Porzellanköpfen, die ersten Babypuppen, der Einsatz von Gummi für Puppenkörper, Kugelgelenke als Verbindung der Glieder und das <a href="Zelluloid" title="Zelluloid">Celluloid</a>, aus dem Köpfe, aber auch ganze Puppen hergestellt wurden.
</p><p>Die Firma „<a href="Schildkr%C3%B6t" title="Schildkröt">Schildkröt</a>-Puppen“, vormals „Rheinische Gummi- und Celluloidfabrik“, wurde 1873 in Mannheim gegründet. 1896 wurde die erste Puppe aus dem damals neuen Material Celluloid produziert. Sie war dadurch bruchfest, abwaschbar, farbecht und hygienisch. Das Warenzeichen, die „Schildkröte“, wurde im Kaiserlichen Patentamt in Berlin eingetragen. Schildkröt ist einer der seltenen Puppenhersteller, der von 1896 bis heute durchgehend Puppen produziert.
</p><p>Etwa 1908/1909 begannen Künstler – beispielsweise <a href="Marion_Kaulitz" title="Marion Kaulitz"> Marion Gräfin Kaulitz</a> oder <a href="Marie_Schn%C3%BCr" title="Marie Schnür">Marie Marc-Schnür</a> (1. Ehefrau von <a href="Franz_Marc" title="Franz Marc">Franz Marc</a>) – anspruchsvolle Puppen zu entwerfen und selbst herzustellen. Diese wurden unter ihrem Namen ausgestellt und verkauft, als sogenannte Künstlerpuppen. Die industrielle Antwort auf die Künstlerpuppenbewegung erfolgte bald: 1909 schuf die Puppenfabrik Kämmer &amp; Reinhardt nach einem Entwurf des Berliner Bildhauers <a href="Arthur_Lewin-Funcke" title="Arthur Lewin-Funcke">Arthur Lewin-Funcke</a> die „Charakterpuppe“, die dem lebenden Vorbild eines Kleinkindes sehr ähnlich war.
</p><p><a href="K%C3%A4the_Kruse" title="Käthe Kruse">Käthe Kruse</a> sorgte ab 1908 für Aufsehen, indem sie Künstlerpuppen schuf, die zugleich den Ansprüchen der Spielpuppen gerecht wurden. Mit den pädagogischen Reformen des frühen 20. Jahrhunderts setzte eine Diskussion über die Gestalt der Puppen ein, die ihr Erscheinungsbild betraf und die das Aussehen der Puppen – als berührbare, verkleinerte Menschengestalten – bis heute beeinflusste. Die beiden Weltkriege unterbrachen die Blüte der Puppenindustrie, und nur langsam erholte sich dieser Industriezweig wieder. So auch in Thüringen und Franken, die noch immer wichtige Puppen- und Spielzeugstandorte waren. Die industriellen Umbrüche des ausgehenden 20. Jahrhunderts und die voranschreitende Globalisierung führten zum rapiden Rückgang der Puppenproduktion in diesen Regionen. So werden z.&nbsp;B. in Waltershausen seit 2003 keine Puppen mehr gewerblich hergestellt.
</p>

<p>Die Bedeutung der Puppen als Kunstobjekte hat seit den 1980er Jahren zugenommen. So fand im Herbst 1977 der erste Puppenkongress Deutschlands in <a href="Tecklenburg" title="Tecklenburg">Tecklenburg</a> statt. Die Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Russland, Kroatien, das Vereinigte Königreich und andere weisen hier interessante Entwicklungen auf und haben in den letzten 30 Jahren einige Puppenkünstler hervorgebracht. Inzwischen gibt es Puppen-Zeitschriften, Wettbewerbe, Workshops und regelmäßige Ausstellungen sowie den Verband Europäischer Puppenkünstler (VeP).
</p><p>Gleichzeitig entwickelten sich alte Puppen zu einem beliebten Sammelgebiet. Sie gelten als kostbare <a href="Antiquit%C3%A4t" title="Antiquität">Antiquitäten</a>, für die vor allem in den 1980er und 1990er Jahren hohe Preise gezahlt wurden. Mittlerweile sind die Preise insgesamt stark gesunken, seltene oder besonders ausgefallene Stücke in gutem Zustand sind aber weiterhin begehrt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Formen_und_Arten">Formen und Arten</h2></div>
<p>Die Darstellung von Menschen in Puppenform reicht vom Säugling und Kleinkind (häufigste Form) über junge Erwachsene (<a href="Barbie" title="Barbie">Barbie</a>) bis zu meist zu Sammlerzwecken dienenden Oma- und Opapuppen. Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden zwischen manuell oder industriell gefertigten Puppen, die entweder als <a href="Spielzeug" title="Spielzeug">Kinderspielzeug</a> oder aber als aufwendig gefertigte Sammlerobjekte der Dekoration dienen.
</p>
<ul><li><i>Künstlerpuppen</i> oder Kunstpuppen sind nach dem Entwurf eines mit Namen bekannten Künstlers gefertigt und nur als <a href="Unikat" title="Unikat">Unikate</a> oder in geringer Auflage zu erwerben. Künstlerpuppen wurden zuerst 1908 im Kaufhaus Tietz in München ausgestellt. Berühmte Vertreter der Künstlerpuppenbewegung waren <a href="Marion_Kaulitz" title="Marion Kaulitz">Marion Kaulitz</a>, <a href="K%C3%A4the_Kruse" title="Käthe Kruse">Käthe Kruse</a>, Dora Petzold, <a href="Paul_Klee" title="Paul Klee">Paul Klee</a> und die Italienerin Elena Scavini (<a href="Lenci" class="mw-disambig" title="Lenci">Lenci</a>-Puppen). Den Weltrekord bei Puppenauktionen brach am 29. März 2014 ein Puppenjunge des Bildhauers und Puppenmachers <a href="Albert_Marque" title="Albert Marque">Albert Marque</a>. Die Auktion der 1915 geschaffenen Puppe bei Theriault’s erbrachte 300.000 US-Dollar.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><i>Modepuppen</i> stellen erwachsene Frauen (seltener Männer) dar, die mit verschiedenen Puppenkleidern und Puppenschuhen angezogen werden. Auf Gemälden sind auch historische Puppen dieser Art als Kinderspielzeug in begüterten Kreisen belegt, etwa auf einem Familienporträt des 18. Jahrhunderts von Tibout Regters. Eine der bekanntesten Puppen dieser Art ist die <i>Barbie</i> des Herstellers <a href="Mattel" title="Mattel">Mattel</a>, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weltweit zum Massenspielzeug wurde.</li>
<li><i>Grödner Gliederpuppen</i> sind aus Holz gedrechselt und wurden als Massenprodukt in <a href="Gr%C3%B6den" title="Gröden">Gröden</a> hauptsächlich im 19. Jahrhundert hergestellt. Ihren Namen <i>Dutch Dolls</i> – „holländische Puppen“ – hatten sie vermutlich, weil England sie über die Niederlande importierte. Wegen ihres niedrigen Preises wurden sie auch <i>Penny dolls</i> genannt. Sie wurden in verschiedenen Größen, von 1,3 cm kleinen bis zu 62,4 cm großen, hergestellt. Im <a href="Museum_Gherd%C3%ABina" title="Museum Gherdëina">Museum Gherdëina</a> ist eine umfangreiche Sammlung solcher Puppen ausgestellt.</li>
<li>Die <i><a href="Matrjoschka" title="Matrjoschka">Matrjoschka</a></i>, auch <i>russische Puppe</i> oder <i>Babuschka</i>, ist ein Satz von ineinander verschachtelten, ausgehöhlten Holzpuppen, in die immer wieder kleinere Figuren passen.</li>
<li>Der <i><a href="Golliwog" title="Golliwog">Golliwog</a></i>, ein schwarzer Gnom, stellt eine Figur aus dem gleichnamigen, 1895 erschienenen Kinderbuch von Florence Upton dar. Die einst sehr beliebte, auf die Tradition der <a href="Minstrel_Show" title="Minstrel Show">Minstrel Shows</a> anspielende Figur kam im späten 20. Jahrhundert außer Mode.</li>
<li>Das <i><a href="Monchhichi" title="Monchhichi">Monchhichi</a></i> ist eine Mischung aus Stofftier und Kinderpuppe, die ab den 1970er Jahren weltweit populär wurde.</li>
<li><i>Sprechende Puppen</i>: Damit Puppen auch „sprechen“ können, wurde ein kleines Abspielgerät eingebaut, bei einigen Modellen konnten die <a href="Schallplatte" title="Schallplatte">Schallplatten</a> ausgetauscht werden.</li>
<li><i>Trinkende Puppen</i> konnten durch eine Öffnung im Mund mit Flüssigkeit gefüttert werden.</li>
<li><i>Rebornpuppen</i> (engl. wiedergeboren): Um einfache Vinylpuppen „echter“ erscheinen zu lassen, werden die Vinylteile neu eingefärbt und die Puppe mit in der Regel hochwertigeren Materialien wie Perücken, Glasaugen und Wimpern überarbeitet.</li>
<li><i>Rupfenpuppen</i>: Aus einfachen Materialien hergestellte Puppen, die sich besonders für die <a href="Manufaktur" title="Manufaktur">Manufaktur</a> eignen.</li>
<li><i><a href="Layli_(lurische_Puppe)" title="Layli (lurische Puppe)">Layli</a></i> (<a href="Luren" title="Luren">lurische</a> Puppe) ist eine schwingende Tanzpuppe, die im <a href="Luren" title="Luren">lurischen</a> Volk des Iran beliebt ist.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Layli ist das Symbol des Geliebten, der geistig schön ist.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Layli repräsentiert und unterhält eine kulturelle Tradition, die allmählich im urbanen Leben verschwindet. Nach den islamischen Regeln ist der Akt des Tanzens in der Öffentlichkeit vor allem für Frauen ein Tabu. Aber Puppen wie Layli haben freie und unabhängige Identitäten und sind in der Lage zu tun, was für die wirkliche Person nicht möglich ist.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herstellung">Herstellung</h2></div>
<p>Künstler stellen ihre Puppen wie <a href="Skulptur" title="Skulptur">Skulpturen</a> oder <a href="Plastik_(Kunst)" title="Plastik (Kunst)">Plastiken</a> her und achten auf die Anatomie und den Ausdruck, jedoch mit dem Unterschied, dass Puppen in der Regel eine <a href="Frisur" title="Frisur">Haartracht</a> und Kleider tragen.
Die Arbeitsschritte bei der Herstellung sind:
</p>
<ul><li><a href="Modellieren" class="mw-redirect" title="Modellieren">Modellieren</a> des Körpers mit einer Masse aus <a href="Ton_(Bodenart)" title="Ton (Bodenart)">Ton</a> oder <a href="Plastilin" class="mw-redirect" title="Plastilin">Kunststoff</a></li>
<li><a href="Gips" title="Gips">Gipsform</a> als Negativ</li>
<li>Aus<a href="Gie%C3%9Fen" title="Gießen">gießen</a> mit <a href="Porzellan" title="Porzellan">Porzellanmasse</a></li>
<li>Brennen</li>
<li>Bemalen und Gestalten</li></ul>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><div class="center">Modelliermasse</div></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><div class="center">Gipsnegativ</div></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><div class="center">gebrannt</div></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><div class="center">fertige Puppe</div></div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Reparaturen">Reparaturen</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Puppendoktor" title="Puppendoktor">Puppendoktor</a></i></div>
<p>Das Reparieren einer Puppe, wie auch die Reinigung und Reparatur der Kleidung gehören zum Erhalt einer Puppe. Werkstätten, die sich darauf spezialisiert haben, werden meist als <a href="Puppendoktor" title="Puppendoktor">Puppendoktor</a> oder <i>Puppenklinik</i> bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beispiele_für_Ausdruck_und_Stil_von_Künstlerpuppen"><span id="Beispiele_f.C3.BCr_Ausdruck_und_Stil_von_K.C3.BCnstlerpuppen"></span>Beispiele für Ausdruck und Stil von Künstlerpuppen</h2></div>
<p>Die meisten Künstler sehen sich als Schöpfer von Kunstfiguren (verkleinerten, menschenähnlichen Wesen), die animieren und die auch – anders als Skulpturen – angefasst werden können (sollen).
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><div class="center"><i>Margret</i></div></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><div class="center"><i>Suleika</i></div></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><div class="center"><i>Göre</i></div></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><div class="center"><i>Chinesin</i></div></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><div class="center">Realistische Säuglingspuppe</div></div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sonstiges">Sonstiges</h2></div>
<p>Puppen und Masken erlauben den einfachen Menschen, zu sagen, was in der realen Situation unmöglich ist.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="Iran" title="Iran">Persien</a> kritisierten die Menschen während der <a href="Kadscharen" title="Kadscharen">Qajar-Ära</a> zum Beispiel die Politik und die sozialen Bedingungen von <a href="Ahmad_Schah_Kadschar" title="Ahmad Schah Kadschar">Ahmad Schah Kadschar</a> durch Puppenspiel ohne Angst vor Strafe.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Puppen_in_Kunst_und_Kultur">Puppen in Kunst und Kultur</h2></div>
<p>Puppen und Theaterpuppen erscheinen an bedeutsamer Stelle in vielen Kunstwerken. Ein Beispiel ist <a href="Pietro_Mascagni" title="Pietro Mascagni">Pietro Mascagnis</a> Oper <i><a href="Iris_(Oper)" title="Iris (Oper)">Iris</a></i> (1898), in der Puppen wie reale Personen mehrfach dazu beitragen, die Handlung voranzutreiben.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Puppentheater" title="Puppentheater">Puppentheater</a></li>
<li><a href="Waldorfpuppe" title="Waldorfpuppe">Waldorfpuppe</a></li>
<li><a href="Puppenstube" title="Puppenstube">Puppenstube</a></li>
<li><a href="Papier-Anziehpuppe" title="Papier-Anziehpuppe">Ausschneidepuppen</a></li>
<li><a href="Liste_der_Puppenmuseen" class="mw-redirect" title="Liste der Puppenmuseen">Liste der Puppenmuseen</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><i>Die Puppenwelt. Eine neue Bilderlust für kleine Mädchen.</i> Zeh, Nürnberg 1844. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00000195">(Digitalisat)</a></li>
<li>Georgine Anka, Ursula Gauder: <i>Die deutsche Puppenindustrie. 1815–1940.</i> Verlag Puppen und Spielzeug, Stuttgart 1978, ISBN 3-9800172-0-6.</li>
<li>Manfred Bachmann, Claus Hansmann: <i>Das große Puppenbuch.</i> 6., veränd. Aufl. Edition Leipzig, Leipzig 1991, ISBN 3-361-00381-4.</li>
<li><a href="Max_von_Boehn_(Kulturhistoriker)" title="Max von Boehn (Kulturhistoriker)">Max von Boehn</a>: <i>Puppen und Puppenspiele.</i> 2 Bände. Bruckmann, München 1929.</li>
<li>Ursula Brecht: <i>Kostbare Puppen.</i> Bildband. Kunstverlag Weingarten, Weingarten 2004, ISBN 3-8170-1026-5.</li>
<li>Jürgen und Marianne Cieslik: <i>Cieslik's Lexikon der deutschen Puppenindustrie.</i> 2., überarb. Aufl. Cieslik, Jülich 1984, ISBN 3-921844-20-7.</li>
<li>Jürgen und Marianne Cieslik: <i>Das große Schildkröt-Buch Celluloidpuppen von 1896 bis 1956.</i> 2., überarb. Aufl. Cieslik, Duisburg 2004, ISBN 3-87463-378-0.</li>
<li>Jürgen und Marianne Cieslik: <i>Puppen – Europäische Puppen 1800–1930</i> (= <i>Antiquitäten International</i>). Mosaik Verlag, München 1979, ISBN 3-570-05837-9.</li>
<li>Gloria Ehret, Ulrike Heuss-Gräfenhahn, Maria-Anna Kopp: <i>Puppen. Mit Freude sammeln.</i> Bechtermünz, Augsburg 2001, ISBN 3-8289-0784-9. (Neuausgabe des Battenberg-Antiquitätenkatalogs <i>Puppen</i>).</li>
<li>Antje und Mathias Ernst: Puppen. Kultobjekt, Kinderspielzeug, Sammlerstück, Wilhelm Heyne Verlag München 1999. ISBN 3-453-15672-2.</li>
<li>Caroline Goodfellow: <i>Das große Buch der Puppen. Über 400 Puppen aus zwei Jahrhunderten.</i> Orbis, München 1998, ISBN 3-572-00900-6.</li>
<li>Evi Maiwald: Porzellanpuppen. Von den Anfängen bis 1930.– 195 S.; Augsburg 1997.</li>
<li>Thomas Reinecke (Autor), Martin Hoppe (Bearb.): <i>Unikate und Kostbarkeiten aus Waltershausen. Musterbücher, Musterblätter, Puppen und Spielzeug.</i> Hessisches Puppenmuseum, Hanau 1999, <span class="falsche-isbn">ISBN 3-9804785-10-7</span>, Veränderter Auszug auch als Sonderdruck: Thomas Reinecke: <i>Zur Geschichte der Waltershäuser Puppen- und Spielzeugindustrie.</i> Museum <a href="Schloss_Tenneberg" title="Schloss Tenneberg">Schloss Tenneberg</a>, Waltershausen 1999.</li>
<li>Marco Tosa: <i>Puppen. Spielzeug, Kunstwerk, Sammelobjekt.</i> Orbis, München 1997, ISBN 3-572-00829-8.</li>
<li>Leonie von Wilckens: Das Puppenhaus. Vom Spiegelbild des bürgerlichen Hausstandes zum Spielzeug für Kinder, München 1978. ISBN 978-3-7667-0438-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Dolls?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Puppen</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Puppe" class="extiw external" title="wikt:Puppe">Wiktionary: Puppe</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.spielzeug-museum.at/">Bilder historischer Puppenstuben und Spielzeug</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fanthropology.ir%2Farticle%2F29097.html">Originals</a></span> vom 17. April 2017 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://anthropology.ir/article/29097.html">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://anthropology.ir/article/29097.html">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/anthropology.ir</span>.</span>
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